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Bautzen und Umgebung

Stadt Bautzen & Umgebung: Übersicht

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Bautzen (obersorbisch: Budysin): Große Kreisstadt, 204 m ü.NN, 66,60 km², ca. 45.000 Einwohner
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Alte Wasserkunst und MichaeliskircheDie an der Spree gelegene Stadt Bautzen, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, ist das politische und kulturelle Zentrum der Oberlausitz, ebenso das Zentrum der sorbischen Kultur der Ober­lausitz (wobei in Bautzen selbst etwa 10% der Einwohner der sorbischen Minderheit angehören).

Bautzen ist reich an Sehenswürdigkeiten. So blieben hier wie in kaum einer anderen sächsischen Stadt eindrucksvolle Bauwerke der (spät)mittelalterlichen Stadtbefestigung (Stadtmauern, Stadttürme und Bastionen) erhalten.
Der Siedlungsursprung Bautzens befindet sich auf dem hoch über dem Spreetal gelegenen Felsplateau im Bereich der Ortenburg. Von hier erstreckte sich das von einer Stadtmauer umgebene historische Stadtgebiet (Altstadt, ca. 19 ha; Flächendenkmal der Städtebaukunst) nach Osten bis zum Gebiet am Reichenturm (Reichentor als östliches Stadttor), später nach dem Bau der Äußeren Stadtmauer als "Innenstadt" nach Osten bis zum Bereich Wallstraße und nach Süden bis zum Gebiet an der Neuen Wasserkunst (Äußeres Lauentor, Neutor). Nach dem Abbruch der Stadtmauer am Anfang des 19. Jahrhunderts breitete sich die Stadt schnell nach Osten aus, nach Westen dagegen erst ab 1909 nach dem Bau der Kronprinzenbrücke (Friedensbrücke). In den 1970er Jahren kamen im Nordosten und Osten große Neubaugebiete wie Gesundbrunnen und Allendeviertel hinzu. Ab 1990 wurden mehrere benachbarte Dörfer eingemeindet.

Adressen
Tourist/Stadt-Information
Hauptmarkt 1
02625 Bautzen
Tel. (03591) 42016
www.bautzen.de

Sorbische Kulturinformation
Postplatz 2
02625 Bautzen
Tel. (03591) 42105

Alte Wasserkunst
Technisches Museum
Am Wendischen Kirchhof 7
02625 Bautzen
Tel. (03591) 41588

Domschatzkammer im Domstift
An der Petrikirche 6
02625 Bautzen
Tel. (03591) 351950

Sorbisches Museum
Ortenburg 3
02625 Bautzen
Tel. (03591) 42403

Stadtmuseum
Kornmarkt 1
02625 Bautzen
Tel. (03591) 498510

Gedenkstätte Bautzen II
Weigangstr. 8a
02625 Bautzen
Tel. (03591) 40474
Bevölkerung: Im Mittelalter gehörte Bautzen zu den größten Städten Mitteldeutschlands. Ab dem 15. Jahrhundert blieb die Einwohnerzahl dann relativ konstant (um 5.000), bis sich die Stadt im 19. Jahrhundert nach dem Abbruch der Stadtmauer und im Zuge der Industrialisierung weiter ausbreitete. In der Zeit der DDR wuchs die Bevölkerung durch den Bau neuer Wohnsiedlungen (z.B. Gesundbrunnen) noch einmal beträchtlich. Seit 1990 bewirken die massive Abwanderung und niedrige Geburtenraten einen Bevölkerungsrückgang von etwa 52.000 um 1990 auf heute etwa 42.000 Einwohner.

Stadtname: Im Jahr 1002 wird der Ort als civitas Budusin erwähnt (nach "Bud", "Bod" oder "Budetzsch" = "Grenzort" oder nach dem angeblichen Ortsgründer im 9. Jahrhundert, dem slawischen Fürsten Budissentius bzw. Budestaus benannt, oder von "Budy" = "Hüttensiedlung" abgeleitet). Bis zum 15. Jahrhundert erschienen Namen wie Bawdysen, Baudyssen, Paudescheyn, Baudissyn, Budessen, Baudissin, Bauwdiczen, Buditcynn und Bawdycyn in den Urkunden, dann häufiger germanisierte Varianten wie Bucen (1450), Boytzen (1512), Pautzen (1519) und Bautzen (1523). Später wurden die Namen Budissin und Bautzen gleichberechtigt verwendet, bis im Jahr 1868 eine Sächsische Ministerialverordnung den Namen Bautzen festschrieb.

Wappen: Schild (ältester Teil, goldene/gelbe Zinnenmauer mit 3 Zinnen unter blauem Himmel), Helm, Helmzier (flügelartiges Element, in dem sich das Motiv des Schildes wiederholt), zwischen Zier und Helm seit dem 13. Jahrhundert eine dreiblättrige Krone und Helmdecke (das Schild rankenartig umrahmend); Das Wappen soll aus dem Banner des Grafen Wiprecht von Groitzsch (um 1080) hervorgegangen sein. Das Wappen wurde auch vom Oberlausitzer Sechsstädtebund verwendet und ebenso bei der Repräsentation der Oberlausitz als Kronland Böhmens. Stadtsiegel (zur Zeit des Sechsstädtebundes): Mauer, zwei Türme, ein Tor mit Fallgatter und böhmischer Löwe

Religion: Die Bevölkerung ist überwiegend protestantisch, die sorbischen Bürger (ca. 10% der Einwohner) mehrheitlich katholisch, ca. 30% der Einwohner sind konfessionslos. Die Kirchgemeinde St. Petri (Petridom als älteste und eine der größten Simultankirchen Deutschlands) ist die größte evangelische Gemeinde Sachsens. Die katholische Gemeinde St. Petri gehört zu den größten Kirchgemeinden des Bistums Dresden-Meißen (siehe auch Bautzner Kirchen).

Museen: Stadtmuseum Bautzen, Sorbisches Museum Bautzen (im Salzhaus auf der Ortenburg), Domschatzkammer St. Petri, Alte Wasserkunst, Gedenkstätte Bautzen, Senfmuseum (historische Senfexponate, Geschichte der Bautzener Senf-Produktion)

Wirtschaft, Verwaltung: Bautzen ist eine der wirtschaftsstärksten Städte Sachsens, auch Dank der traditionell vielfältigen Branchenstruktur. Als traditioneller Verwaltungsstandort verfügt Bautzen seit jeher über entsprechend viele Einrichtungen und (kaufkräftige) Bedienstete (Kreisverwaltung, Amtsgericht, Landgericht, Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Wirtschaftsverwaltungen u.a.). Zu den Bautzner Unternehmen gehören: AFT Förderanlagen Bautzen, Bombardier Transportation (Bahntechnologie), DEBAG Deutscher Backofenbau, Develey Feinkostfabrik, Orgelbau Hermann Eule (einer der größten Orgelbaubetriebe Deutschlands), Perfecta Schneidemaschinenwerk, Philips Medizin Systeme

Bildung: Berufsakademie Sachsen (Staatliche Studienakademie Bautzen) mit den Studienbereichen Finanzmanagement, Öffentliche Wirtschaft (Public Management), Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik, Medizintechnik und Wirtschaftsingenieurwesen

Verkehr: Anschlussstellen Bautzen-Ost, Bautzen-West und Salzenforst der Autobahn A4 Dresden-Görlitz, die Bundesstraße 6 Dresden-Görlitz und die Bundesstraße 96 Zittau-Berlin durchqueren die Stadt, die Bundesstraße 156 von Weißwasser umgeht das Stadtgebiet seit 2003, Bahnhof Bautzen (1846) an der Bahnstrecke Dresden-Görlitz (die Verbindungen nach Hoyerswerda/Cottbus, Zittau, Bad Schandau und Breslau wurden in den letzten Jahren stillgelegt)

Geologie und Landschaft: Bautzen liegt im Naturraum des Oberlausitzer Gefildes am Übergang zwischen dem Lausitzer Bergland im Süden und dem Lausitzer Tiefland im Norden. Im Untergrund steht Lausitzer Granodiorit an, der stellenweise in Kuppen und Hügeln an die Oberfläche tritt. Im steilen Spreetal zeigt er sich auch in offenen Felsbildungen. In der Eiszeit (Elster- und Saaleeiszeit) überschwemmten Schmelzwassersande das Grundgebirge, wie z.B. die Kies- und Sandschichten im Bereich Salzenforst zeigen. Aus der in der Nacheiszeit angewehten Lößlehmdecke gingen fruchtbare Böden hervor, wobei vernässungsfreie Löß-Parabraunerden vorherrschen.

Seinen höchsten Punkt (219 m ü.NN) besitzt das historische Stadtgebiet auf dem Fleischmarkt (zwischen Dom und Rathaus gelegen, früher als Irrenberg bezeichnet). Der höchste Punkt des gesamten heutigen Stadtgebietes ist der Chorberg (268 m ü.NN) bei Salzenforst.

Klima: mäßig trockenes Kontinentalklima mit maritimen Einflüssen (kühl-feuchte Frühjahre, im Sommer hier die wärmsten Gebiete Südsachsens, langer warmer Herbst, häufige kurze Schneeperioden im Winter), Jahresmittel­temperatur: 8,5°C, mittlerer Jahresniederschlag: 600...650 mm, das Bautzner Spreetal zeichnet sich (vor allem im Winter) durch große Windehäufigkeit und -stärke aus (Kaltluft fließt vom Böhmischen Becken durch das Spreetal ab und wird durch die Bautzner Talverengung beschleunigt), dies wirkte sich seit jeher (besonders im Mittelalter und in der Zeit der Industrialisierung mit der Kohlefeuerung in der Stadt) günstig auf die Stadtluftqualität aus

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Internet-Präsentationen des Autors  (Reiseführer, Stadtführer, Stadtportraits)

  Stadt Dresden & Dresdner Umland
www.dresden-und-sachsen.de www.meissen-und-umgebung.de
www.elbsandsteingebirge-und-koenigstein.de www.elbsandsteingebirge-und-koenigstein.de/koenigstein.htm
www.pirna-stadt.de www.burg-und-stadt-stolpen.de

  Oberlausitz
www.bautzen-und-umgebung.de www.goerlitz-und-umgebung.de
www.zittau-und-umgebung.de www.kamenz-und-umgebung.de
www.hoyerswerda-und-umgebung.de www.hoyerswerda-und-umgebung.de/badmuskau_index.htm


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